2. ASC Footballcamp: Mini Africa Cup

Ein Wochenende, 150 Jungs, 3 Spielfelder, 60 Matratzen und ein Pokal:

 

 

Wir veranstalten das zweite ASC-Footballcamp!

 

 

Unsere Vorgänger haben dieses Fußballturnier letztes Jahr unter dem Motto der Europameisterschaft ins Leben gerufen. Wir, die vier diesjährigen ASC-Freiwilligen, griffen die Idee auf und führten ein ähnliches Turnier mit dem Motto „Mini Africa Cup“ durch.

 

 

Samstagmorgen, zu Sonnenaufgang beginnen wir mit den letzten Vorbereitungen, Brötchen schmieren, Tore aufbauen, Tische hinstellen. Zehn Teams, mit denen wir über das Jahr zusammengearbeiten haben, mit jeweils fünfzehn Spielern, sind eingeladen. Das erste Team kommt 6:55Uhr, das letzte 10.30Uhr. Ein Hoch auf Zambian Time!

 

 

Alle Kinder müssen ein Los ziehen, auf dem ein Ländername steht und sie in neue Teams einteilt. Team „Ivory Coast“ ist dann zum Beispiel mit Team „Algeria“ in einer Gruppe. Somit vermischen sich die Mannschaften und ein ganz neuer Teamgeist entsteht. Insbesondere wenn Kinder mit sehr unterschiedlichen sozialem Hintergrund plötzlich in einem Team zusammenspielen, kommt es zu Begegnungen, die so vielleicht nie stattgefunden hätten. Oder wie wäre es jemals dazu gekommen, dass ein Schüler der teuersten Schule Livingstones, der Accacia Primary School, und ein Schüler der Linda South Primary School, einer einfachen Compound-Schule, zusammen Fußball zu spielen?

 

 

Samstag ist Gruppenphase, vier Gruppen mit jeweils vier Teams. Nach etwas holprigen Anfang, läuft dank der zahlreichen Helfer und einigen engagierten Coaches alles wie am Schnürrchen. Wenn ein Team gerade einmal kein Spiel hat, dann wird die Pause effektiv genutzt. Unsere Freunde von „Sport In Action“ machen mit den Jungs Lektionen zum Thema Gruppenzwang und HIV/AIDS, verbunden mit kleinen Spielen. Motiviert durch die sportliche Betätigung saugen die Kinder die Informationen förmlich in sich auf.

 

 

Nach dem Abendbrot wird dann das Clubhaus des Austragungsortes bezogen. 150 Jungs auf 60 Matratzen in einem Raum, was für ein Spaß! Zum Einschlafen wird noch ein Film geschaut. Doch an einschlafen war so schnell nicht zu denken. Wie bekommt man nur 150 dreizehnjährige Jungs in einem Raum zu still sein? Hm. Gar nicht. Schlussendlich sind dann doch irgendwann endlich eingeschlafen.

 

 

Sonntagmorgen, es ist stockdunkel. Plötzlich sind alle wach und fangen an, energiegeladen durch die Gegend zu rennen. Die Betreuer ziehen sich alle nochmal die Decke über den Kopf. Wo nehmen die Kinder nur so viel Energie her?

 

 

Nach dem Frühstück wurden Halb- und Viertelfinals gespielt. Auch heute gab es Lektionen von Sport In Action, diesmal mit dem Thema „Genderbased Violence“ (geschlechterbasierte Gewalt) und Missbrauch. Nach dem Mittag spielte Team Mali gegen Team Zimbabwe um den dritten Platz. Mali konnte sich in einem spannenden Spiel durchsetzten. Der Höhepunkt des Turniers war das Finale zwischen Cameroon und Burkina Faso. Gespannt fieberten alle Teilnehmer am Spielfeldrand mit. Am Ende hieß der Sieger des „Mini Africa Cups“ Cameroon, sowie zufälligerweise auch der diesjährige Sieger des echten Africa Cup Of Nations.

 

 

Bei der Siegerehrung erhielten alle Spieler einen Fairplay-Preis. Für die ersten drei Plätze gab es kleine Extrapreise. Danach ging es für alle mit einem Lächeln und einer wunderbaren Erfahrung wieder nach Hause.

 

 

Nachdem alles aufgeräumt war, fielen wir alle, glücklich und sehr erleichtert, wie tot ins Bett.

 

 

Das gesamte Turnier wurde von Ihren Spenden und den Spendengeldern der anderen Freiwilligen finanziert. Somit konnten wir allen eingeladenen Teams die Teilnahme ermöglichen, denn Ihnen entstanden während des Turniers keinerlei Kosten. Ich möchte mich von ganzem Herzen für Ihre Unterstützung bedanken! Dank Ihrer Hilfe konnten wir 150 Jungs eine tolle sportliche Erfahrung ermöglichen, die von Fairplay und Teamgeist geprägt war. VIELEN DANK!

 

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