Kurztrip an den Lake Kariba

Samstagmorgen, total verpennt sitzen Fabian, Niklas, David und ich im Bus nach Kafue. Dank zweier Feiertage haben wir ein langes Wochenende und wollen dieses am Lake Kariba in Siavonga verbringen. Nach acht Stunden Fahrt sind wir da. Siavonga ist ein verschlafenes Nest, doch am Strand liegen viele schicke Lodges uund Ferienhäuser. Wir bauen unsere Zelte auf einem Campingplatz direkt am See auf. Der riesige See vermittelt sofort Urlaubsstimmung und man möchte am liebsten gleich ins Wasser springen. Doch bei der großen Krokodilpopulation des zweitgrößten Stausees der Erde, überlegt man sich das mit dem Badengehen zweimal.

 

 

Am Sonntag haben wir uns die Staumauer angeschaut, die die Grenze zwischen Sambia und Simbabwe darstellt. Die 617 Meter lange Staumauer wurde 1958 fertig gestellt. 1960 ließ Queen Elizabeth II. feierlich die Generatoren starten, denn damals waren Sambia und Simbabwe noch unter britischer Kolonialherrschaft und bekannt als Nord- und Südrhodesien. Seitdem versorgen zwei getrennte Kraftwerke die zwei Länder mit Strom.

 

 

Montag morgen ging es dann mit Paddel und Schwimmweste auf den See. Nach dem Mittagessen bekamen wir dann altbekannten Besuch: Sarah, weltwärts-Freiwillige aus Livingstone, ist für unseren letzten Abend vorbeigekommen. Gemeinsam sind wir am Abend mit einem Boot auf dem See rumgeschippert. Kurz vor Sonnenuntergang sind viele kleine Fischerboote auf den See rausgefahren. Der Lake Kariba hat große Fischvorkommen. Insbesondere Kapenta, eine in Sambia sehr beliebte Sardinenart, wird hier gefischt.

 

 

Am Dienstag ging es schon wieder auf den Rückweg, erst zwei Stunden eingequetscht im Minibus nach Kafue, danach 6 Stunden im Reisebus zurück nach Hause. Jetzt brechen die letzten Wochen in der neuen Heimat an und langsam beginne ich, trotz Vorfreude, wehmütig zu werden.

 

 

Übrigens wird es hier gerade immer kälter. Morgens gefriert einem sogar der Atem. Zur Mittagszeit ist es angenehm warm bis heiß. Sobald 18 Uhr die Sonne weg ist, wird es schnell richtig frisch. Geregnet hat es seit Wochen nicht mehr. Aufgrund der Kälte und der Trockenheit wird die Vegetation wieder karger, Grass verdörrt und Bäume werden kahl.

 

 

Liebe Grüße aus der Ferne,

eure Susann

 

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